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Gebäude mit Herz Gebäudereinigung

Gebäudereinigung Kosten: Preise pro m² & Stunde 2026

Wer bei der Gebäudereinigung Kosten vergleichen will, steht schnell vor einem Rätsel: Der eine Betrieb schreibt 0,18 Euro pro Quadratmeter, der nächste 2,90 Euro – für scheinbar dieselbe Leistung. Beide Zahlen können stimmen. Sie beziehen sich nur auf völlig verschiedene Dinge: einmal auf einen einzelnen Reinigungsgang, einmal auf einen ganzen Monat. Genau an dieser Stelle scheitern die meisten Preisvergleiche, und genau hier entstehen die Angebote, die am Anfang günstig aussehen und später teuer werden.

Dieser Ratgeber dreht die Sache deshalb um. Statt einer Preisliste, die für Ihr Objekt ohnehin nicht passt, zeigen wir Ihnen den Rechenweg, mit dem Fachbetriebe kalkulieren: Fläche, Leistungswert, Zeit, Stundensatz. Wer diese vier Größen kennt, rechnet jedes Angebot in Minuten selbst nach und sieht sofort, ob es seriös kalkuliert ist. Alle Beträge sind Netto-Orientierungswerte; verbindlich ist immer nur ein Angebot nach Besichtigung.

Das Wichtigste in Kürze

Die Kosten für eine professionelle Gebäudereinigung entstehen nicht aus einer Preisliste, sondern aus einer Rechnung mit vier Faktoren – diese fünf Punkte fassen zusammen, worauf es dabei ankommt.

  • • Die Formel: Fläche geteilt durch Leistungswert ergibt die Stunden, Stunden mal Stundensatz ergibt den Preis. Alles andere sind Zuschläge auf diese Grundrechnung.
  • • Stundensatz statt Stundenlohn: Marktüblich sind rund 30 bis 38 Euro netto je Stunde. Das ist nicht der Lohn der Reinigungskraft, sondern der Preis inklusive Abgaben, Material, Maschinen und Organisation.
  • • Der Tariflohn ist die Untergrenze: Seit dem 1. Januar 2026 gelten 15,00 Euro pro Stunde in der Innenreinigung und 18,40 Euro in der Glas- und Fassadenreinigung – allgemeinverbindlich für jeden Betrieb der Branche.
  • • Pro Gang oder pro Monat: Ein Quadratmeterpreis ohne Angabe des Intervalls ist wertlos. Fragen Sie immer nach, worauf sich die Zahl bezieht – sonst vergleichen Sie Äpfel mit Birnen.
  • • Geld zurückholen: Vermieter dürfen die Treppenhausreinigung als Betriebskosten umlegen, Privathaushalte bekommen 20 Prozent der Arbeitskosten über die Steuererklärung zurück.
Lesezeit: ca. 9 Minuten

In vier Schritten vom Objekt zum Angebotspreis

1
Flächen aufnehmen Nicht nur Quadratmeter zählen, sondern nach Raumart trennen: Büro, Flur, Sanitär, Treppenhaus.
2
Leistungswert ansetzen Jede Raumart hat einen eigenen Richtwert in Quadratmetern pro Stunde – Sanitär ist um ein Vielfaches langsamer als ein Flur.
3
Zeitbedarf rechnen Fläche geteilt durch Leistungswert ergibt die Stunden je Reinigungsgang – die eigentliche Kalkulationsgröße.
4
Stundensatz einsetzen Stunden mal Verrechnungssatz, danach Intervall und Sonderleistungen aufschlagen – fertig ist der Monatspreis.

Gebäudereinigung Kosten im Überblick: Stundensatz, Quadratmeterpreis und Pauschale

In der Praxis begegnen Ihnen drei Abrechnungsmodelle. Der Stundensatz ist das ehrlichste Modell bei wechselndem Aufwand – etwa bei Sonderreinigungen oder Objekten, die noch niemand vermessen hat. Der Quadratmeterpreis passt zu klar definierten, wiederkehrenden Leistungen. Die Monatspauschale ist kein eigenes Preismodell, sondern das Ergebnis: Sie fasst die vereinbarten Reinigungsgänge eines Monats zu einer Summe zusammen.

Die folgende Übersicht ordnet die marktüblichen Spannen ein. Wichtig beim Lesen: Die Quadratmeterwerte beziehen sich auf einen einzelnen Reinigungsgang, nicht auf den Monat. Wer täglich reinigen lässt, multipliziert entsprechend mit etwa 20 Arbeitstagen.

Abrechnungsmodell Typische Spanne (netto) Passt zu Worauf Sie achten müssen
Stundensatz ca. 25–45 € je Stunde Sonderreinigung, schwankender Aufwand, Erstbegehung Ist An- und Abfahrt enthalten? Wird viertelstundengenau abgerechnet?
Quadratmeterpreis je Gang ca. 0,10–0,45 € je m² Unterhaltsreinigung mit festem Turnus Welche Flächen zählen mit? Sanitär meist separat.
Monatspauschale Ergebnis aus Gang × Intervall Laufende Betreuung, feste Budgetplanung Steht dahinter ein Leistungsverzeichnis mit Turnus je Tätigkeit?
Objektpauschale einmalig nach Aufwand kalkuliert Grundreinigung, Bauendreinigung, Auszug Ist Entsorgung dabei? Wer stellt Wasser und Strom?

Warum die Quadratmeterpreise im Netz so weit auseinandergehen

Suchen Sie im Internet nach Preisen, finden Sie Angaben zwischen 0,15 und 3,50 Euro pro Quadratmeter. Der scheinbare Widerspruch löst sich auf, sobald das Intervall dazukommt. Ein Büro mit 1.000 Quadratmetern macht das greifbar: Bei einem Leistungswert von 200 Quadratmetern pro Stunde braucht eine Reinigungskraft fünf Stunden für einen Durchgang. Bei 30 Euro Stundensatz kostet dieser Durchgang 150 Euro – also 0,15 Euro pro Quadratmeter.

Wird fünfmal pro Woche gereinigt, kommen etwa 20 Gänge im Monat zusammen. Aus 150 Euro werden 3.000 Euro monatlich, aus 0,15 Euro werden 3,00 Euro pro Quadratmeter – derselbe Auftrag, dieselbe Kalkulation, nur eine andere Bezugsgröße. Nennt Ihnen jemand eine Zahl, lautet die richtige Rückfrage deshalb: pro Reinigungsgang oder pro Monat?

Derselbe Auftrag, zwei Zahlen – der Rechenweg

Fläche 1.000 m² Bürofläche ÷ Leistungswert 200 m²/h Richtwert Büro = Zeitbedarf 5 Std. je Durchgang × Stundensatz 30 € netto Preis pro Reinigungsgang 150 € entspricht 0,15 € pro m² Preis pro Monat (20 Gänge) 3.000 € entspricht 3,00 € pro m² Gleiche Leistung, gleiche Kalkulation – nur eine andere Bezugsgröße.

Was im Stundensatz einer Reinigungsfirma wirklich steckt

Der häufigste Irrtum bei Preisgesprächen ist die Gleichsetzung von Stundensatz und Stundenlohn. Wer 32 Euro bezahlt, denkt schnell: Davon bekommt die Reinigungskraft doch mindestens 25 Euro. Tatsächlich ist es rund die Hälfte. Die Basis bildet der Tariflohn, und der ist in diesem Handwerk keine freiwillige Größe: Seit dem 1. Januar 2026 liegt der Branchenmindestlohn in der Lohngruppe 1 – der klassischen Innen- und Unterhaltsreinigung – bei 15,00 Euro pro Stunde, in der Lohngruppe 6 für Glas- und Fassadenreinigung bei 18,40 Euro. Diese Sätze wurden per Rechtsverordnung für allgemeinverbindlich erklärt und gelten damit für jeden Betrieb der Branche, unabhängig von einer Innungsmitgliedschaft.

Auf diesen Lohn kommen die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, bezahlter Urlaub, Feiertage, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Ausfallzeiten – zusammen typischerweise das Anderthalbfache des Tariflohns. Erst danach folgen Material, Maschinen und Wartung, Fahrzeuge und Fahrtzeiten, Objektleitung, Qualitätskontrolle, Versicherung und Verwaltung. Was als Gewinn bleibt, ist schmaler als die meisten vermuten.

Vom Tariflohn zum Stundenverrechnungssatz

Tariflohn LG 1 15,00 € gesetzlich verbindlich ab 01/2026 Abgaben & Ausfall + ca. 50 % Sozialabgaben, Urlaub, Krankheit, Feiertage Material & Maschinen Sachkosten Reiniger, Geräte, Wartung, Fahrzeuge Organisation + Gewinn Objektleitung, Kontrolle, Versicherung, Wagnis Stundensatz rund 30 – 38 € netto marktüblich im Mittel Unter ~25 € geht die Rechnung selten auf.

Die aktuellen Branchenmindestlöhne und ihre Allgemeinverbindlichkeit dokumentiert die Deutsche Handwerks Zeitung zum Tariflohn in der Gebäudereinigung.

Selbst putzen oder putzen lassen?

Gerade im Büro stellt sich die Frage, ob das Team die Küche eben mitmacht oder ob eine Fachkraft kommt. Was beide Wege tatsächlich kosten – inklusive der Arbeitszeit, die intern dafür draufgeht – haben wir im Vergleich Büroreinigung: Reinigungsfirma oder selbst machen durchgerechnet.

Reinigungskraft reinigt einen Bürogang mit einer Scheuersaugmaschine
Maschinen erhöhen die Flächenleistung deutlich – und senken damit den Preis pro Quadratmeter.

Wie sich die Gebäudereinigung Kosten je nach Objektart unterscheiden

Der entscheidende Hebel im Angebot ist nicht der Stundensatz, sondern der Leistungswert – also wie viele Quadratmeter eine Fachkraft in einer Stunde schafft. Zwischen einem maschinell gereinigten Flur und einer Sanitäranlage liegt dabei mehr als der Faktor zehn, und genau das erklärt, warum ein WC pro Quadratmeter ein Vielfaches kostet: Der Gang lässt sich in einem Zug abfahren, im WC muss jede Armatur einzeln angefasst werden. Die folgenden Werte stammen aus dem Merkblatt der Gütegemeinschaft Gebäudereinigung; Möblierung, Bodenbelag und Leistungsumfang verschieben sie im Einzelfall.

Bereich Leistungswert (m² je Stunde) Aufwandstreiber Üblicher Turnus
Flure, maschinell gereinigt 300–650 frei begehbar, Maschine kann durchfahren täglich bis wöchentlich
Flure, manuell gereinigt 250–350 enge Wege, Hindernisse, kein Maschineneinsatz täglich bis wöchentlich
Büroräume 160–230 Möblierung, Papierkörbe, Schreibtische zwei- bis fünfmal wöchentlich
Treppenhäuser 130–200 Stufen, Geländer, Handarbeit statt Maschine ein- bis zweimal wöchentlich
Toiletten, Wasch- und Duschräume 50–90 Hygiene, Desinfektion, Verbrauchsmaterial täglich
Tee- und Personalküchen 60–150 Fettfilm, Geräte, viele Einzelflächen täglich

Mit dieser Tabelle lassen sich die Gebäudereinigung Kosten für das eigene Objekt grob gegenrechnen: Flächen durch den passenden Leistungswert teilen, Stunden addieren, mit 30 Euro multiplizieren. Liegt das Angebot in dieser Größenordnung, ist es plausibel. Liegt es weit darunter, fragen Sie nach, wie viel Zeit tatsächlich eingeplant wurde – meist ist es schlicht zu wenig.

Die vollständigen Richtwerte je Raumart samt Erläuterung der Berechnung stehen im RAL-Merkblatt der Gütegemeinschaft Gebäudereinigung zur Unterhaltsreinigung (PDF).

Sechs Faktoren, die Ihr Angebot spürbar bewegen

Zwei Objekte mit identischer Quadratmeterzahl können sich im Preis um dreißig Prozent unterscheiden. Diese Stellschrauben sind dafür verantwortlich – und bei den meisten haben Sie selbst Einfluss.

  • Reinigungsintervall: Häufigere Gänge kosten in Summe mehr, senken aber den Preis je Gang. Wo täglich gereinigt wird, sammelt sich weniger Schmutz an und der Leistungswert steigt. Wie ein sinnvoller Turnus aussieht, zeigt der Ratgeber zur Unterhaltsreinigung im Büro.
  • Zeitfenster: Reinigung außerhalb der Kernzeit ist bequem, aber teurer. Für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit fallen tarifliche Zuschläge an.
  • Bodenbelag: Ein versiegelter Hartboden ist maschinell in Minuten erledigt. Textile Beläge, offenporiger Naturstein oder unbehandeltes Holz brauchen andere Verfahren und mehr Zeit.
  • Möblierung und Zugänglichkeit: Je mehr Hindernisse, desto niedriger der Leistungswert. Freie Flächen und klare Schlüsselregelungen sparen Geld.
  • Objektgröße: Große Flächen sind pro Quadratmeter günstiger, weil sich Anfahrt und Rüstzeiten auf mehr Fläche verteilen. Kleinstaufträge tragen diesen Fixkostenblock allein.
  • Sonderleistungen: Fenster, Grundreinigungen, Winterdienst oder Entsorgung gehören selten in die Unterhaltspauschale. Klären Sie vorab, was enthalten ist – sonst folgt der Nachtrag.
Fachkraft der Unterhaltsreinigung wischt Schreibtische in einem Büro
Möblierte Büroflächen senken den Leistungswert – jeder Schreibtisch kostet Zeit.

Umlage und Steuerbonus: einen Teil holen Sie zurück

Ein Punkt, der in Preisvergleichen fast immer fehlt: Ein erheblicher Anteil der Kosten muss gar nicht bei Ihnen hängen bleiben. Für Vermieter und Hausverwaltungen zählt die Gebäudereinigung zu den umlagefähigen Betriebskosten. Erfasst ist die Säuberung der von den Bewohnern gemeinsam genutzten Gebäudeteile – Zugänge, Flure, Treppen, Keller, Bodenräume, Waschküchen und der Fahrkorb des Aufzugs. Die Position muss im Mietvertrag vereinbart und in der Nebenkostenabrechnung ausgewiesen sein.

Den genauen Wortlaut zur umlagefähigen Gebäudereinigung finden Sie in § 2 Nr. 9 der Betriebskostenverordnung.

Privathaushalte profitieren auf einem anderen Weg: Wer eine Reinigungsfirma für den eigenen Haushalt beauftragt, kann 20 Prozent der Arbeitskosten direkt von der Steuerschuld abziehen, höchstens 4.000 Euro im Jahr. Zwei Bedingungen werden dabei regelmäßig übersehen – es muss eine Rechnung vorliegen, und die Zahlung muss auf das Konto des Dienstleisters erfolgen. Barzahlung schließt die Ermäßigung aus.

Praktisch gerechnet: Bei 1.800 Euro Arbeitskosten im Jahr sind das 360 Euro weniger Steuer. Rechtsgrundlage ist § 35a EStG zu haushaltsnahen Dienstleistungen. Wichtig: Nur der Lohnanteil zählt, nicht das Material – lassen Sie ihn auf der Rechnung getrennt ausweisen.

Treppenhaus: der häufigste Einstieg

Für Eigentümergemeinschaften ist die Treppenhausreinigung meist der erste beauftragte Bereich – und der mit den meisten Streitfragen zur Abrechnung. Turnus, Leistungsumfang und was ein fairer Preis je Etage ist, klären wir im Ratgeber zu den Kosten der Treppenhausreinigung.

Woran Sie ein seriös kalkuliertes Angebot erkennen

Das günstigste Angebot ist in dieser Branche selten das beste – manchmal ist es rechnerisch nicht darstellbar. Wenn ein Betrieb 19 Euro pro Stunde aufruft, während allein die tarifgebundenen Personalkosten inklusive Abgaben darüber liegen, wird an anderer Stelle gespart: meist beim Zeitansatz, mitunter beim Lohn. Auffallend niedrige Preise gehen deshalb regelmäßig mit hoher Fluktuation und sinkender Qualität einher – und im schlimmsten Fall haften Auftraggeber bei Verstößen gegen die Mindestlohnvorgaben mit.

Diese fünf Punkte gehören in jedes Angebot

  • Ein Leistungsverzeichnis mit Turnus je Tätigkeit – nicht nur „Unterhaltsreinigung nach Bedarf".
  • Der Zeitansatz in Stunden je Gang. Er zeigt Ihnen sofort, ob realistisch kalkuliert wurde.
  • Eine klare Aussage zum Personal – eigene Mitarbeitende oder Nachunternehmer, und wer die Objektleitung übernimmt.
  • Nachweis der Betriebshaftpflicht mit Deckungssumme.
  • Getrennte Ausweisung von Lohn- und Materialanteil – Sie brauchen sie für Umlage und Steuererklärung.

Ein seriöser Betrieb liefert diese Antworten von sich aus. Wer bei der Frage nach dem Zeitansatz ausweicht, hat entweder nicht gerechnet oder möchte die Rechnung nicht zeigen. Ebenso aufschlussreich ist die Besichtigung: Ein Angebot, das ohne Blick auf das Objekt per Mail kommt, ist eine Schätzung – und Schätzungen werden bei der ersten Nachforderung korrigiert. Wie unseriöse Anbieter konkret vorgehen, haben wir am Beispiel der Fassadenreinigung und ihrer Betrugsmaschen beschrieben. Wer die Gebäudereinigung Kosten vorab selbst einordnen möchte, kann die Flächen im Preisrechner eingeben und bekommt eine erste Größenordnung.

Reinigungskraft wischt die Stufen eines Treppenhauses im Mehrfamilienhaus
Treppenhäuser bleiben Handarbeit – deshalb liegt ihr Leistungswert deutlich unter dem von Flurflächen.

Welche Leistung passt zu welchem Bedarf?

Nicht jedes Objekt braucht denselben Vertrag. Die laufende Betreuung von Gewerbeflächen läuft über die Unterhaltsreinigung mit festem Turnus – kalkulatorisch am besten planbar. Arbeitsplatznahe Bereiche mit hoher Frequenz deckt die Büroreinigung ab, während Eigentümergemeinschaften meist mit der Treppenhausreinigung starten, weil sie sich auf die Mieter umlegen lässt.

Einmalige Einsätze folgen einer anderen Logik: Nach einem Bauvorhaben fällt Feinstaub in einer Menge an, die mit normaler Unterhaltsreinigung nichts zu tun hat – hier wird nach Aufwand kalkuliert, nicht nach Turnus. Dafür gibt es die Bauendreinigung als eigene Position. Wer beides kombiniert – eine Grundreinigung zum Start, danach ein schlanker Unterhaltsvertrag – fährt meist günstiger, als jahrelang gegen aufgebauten Schmutz anzureinigen.

Häufig gestellte Fragen zu den Kosten der Gebäudereinigung

Was kostet Gebäudereinigung pro Quadratmeter?

Für einen einzelnen Reinigungsgang liegen die Werte in der Unterhaltsreinigung meist zwischen 0,10 und 0,45 Euro netto pro Quadratmeter. Rechnet ein Anbieter dagegen auf den Monat hoch, werden bei täglicher Reinigung schnell 2 bis 4 Euro pro Quadratmeter daraus – bei identischer Leistung. Fragen Sie deshalb immer nach, ob sich die Zahl auf einen Gang oder auf den Monat bezieht, sonst ist kein Vergleich möglich.

Was kostet eine Reinigungskraft pro Stunde?

Marktüblich sind rund 25 bis 45 Euro netto, im Mittel etwa 30 bis 38 Euro. Dieser Stundenverrechnungssatz ist nicht der Lohn: Seit dem 1. Januar 2026 liegt der allgemeinverbindliche Branchenmindestlohn bei 15,00 Euro in der Innenreinigung und 18,40 Euro in der Glas- und Fassadenreinigung. Der Rest entfällt auf Sozialabgaben, Urlaub und Ausfallzeiten, Material, Maschinen, Versicherung, Organisation und den Unternehmensgewinn.

Ist die Gebäudereinigung auf die Mieter umlagefähig?

Ja. Die Betriebskostenverordnung führt die Gebäudereinigung ausdrücklich als umlagefähige Position auf. Gemeint sind die gemeinschaftlich genutzten Gebäudeteile wie Zugänge, Flure, Treppen, Keller, Waschküchen und der Fahrkorb des Aufzugs. Voraussetzung ist, dass die Umlage im Mietvertrag vereinbart und in der Abrechnung nachvollziehbar ausgewiesen ist. Die Reinigung der Wohnung selbst ist nicht umlagefähig.

Kann man eine Reinigungsfirma von der Steuer absetzen?

Für Privathaushalte gilt: 20 Prozent der Arbeitskosten lassen sich direkt von der Steuerschuld abziehen, höchstens 4.000 Euro pro Jahr. Zwingend nötig sind eine Rechnung und die Zahlung auf das Konto des Dienstleisters – bar bezahlte Leistungen erkennt das Finanzamt nicht an. Absetzbar ist nur der Lohnanteil, deshalb sollte er auf der Rechnung getrennt ausgewiesen sein. Unternehmen buchen die Reinigung ohnehin als Betriebsausgabe.

Woran erkenne ich ein unseriös kalkuliertes Angebot?

Das deutlichste Warnsignal ist ein Stundensatz unter etwa 25 Euro netto: Darunter lassen sich Tariflohn, Abgaben, Material und Organisation rechnerisch kaum darstellen. Ebenso kritisch sind Angebote ohne Besichtigung, ohne Leistungsverzeichnis und ohne Zeitansatz. Fragen Sie nach, wie viele Stunden je Gang eingeplant sind – wer ausweicht, hat entweder nicht kalkuliert oder spart am Personal. Beides fällt auf die Qualität zurück.

Fazit: Preise vergleicht man über den Zeitansatz

Die Gebäudereinigung Kosten lassen sich nicht aus einer Tabelle ablesen, sondern nur aus einer Rechnung: Fläche geteilt durch Leistungswert ergibt die Stunden, Stunden mal Stundensatz ergibt den Preis. Wer diese Kette kennt, erkennt sofort, ob ein Angebot aufgeht – und weiß, dass ein Preis unter dem tariflich Möglichen kein Schnäppchen ist, sondern ein Risiko. Umlage auf die Mieter und der Steuerbonus holen einen Teil der Kosten ohnehin zurück.

Sie möchten wissen, was Ihr Objekt konkret kostet – nachvollziehbar gerechnet statt geschätzt?

PVC Boden Reinigen und Pflegen - Blog Artikel Autor Yahya El-Jerbi zum Thema

Autor: Yahya El-Jerbi

Geschäftsführer von Gebäude mit Herz

Yahya El-Jerbi ist Gründer und Geschäftsführer von Gebäude mit Herz Gebäudereinigung in Münster. Durch seine langjährige Erfahrung in der professionellen Reinigung, Bodenpflege und Werterhaltung von Oberflächen vermittelt er im Blog praxisnahe Tipps, nachhaltige Methoden und fundiertes Fachwissen für Privat- und Gewerbekunden.

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